
Sauna, Schwimmbad, Solarium - Vorsicht Scheideninfektion!
Verbraucher-Information:
(djd/pt). "Warum immer ich?" Das fragen sich fünf Millionen Frauen,
die jedes Jahr an einer Scheideninfektion erkranken. Mögliche Infektionsquellen
sind Schwimmbäder, Saunen oder Solarien. Trotzdem gibt es Frauen, für
die Scheideninfektionen kein Thema sind - und andere, bei denen das Problem
zum Dauerbrenner wird. Der Grund: "Auf einer gesunden Vaginalschleimhaut
bauen Milchsäurebakterien Zucker in der Schleimhaut zu Milchsäure
ab", erklärt der Berliner Gynäkologe Prof. Saling.
In diesem sauren Milieu - pH-Wert unter 4,4 - haben es Hefepilze und Bakterien,
die eine Scheidenentzündung auslösen, sehr schwer sich zu vermehren.
Frauen, denen Milchsäurebakterien fehlen, verlieren diesen natürlichen
Säureschutzmantel. Krankheitskeime können sich leicht vermehren und
verursachen die typischen Symptome wie Juckreiz, Brennen und unangenehmen Ausfluss.
Blutungen, Östrogenmangel, eine Antibiotikatherapie sowie psychische Belastungen
stören die gesunde Milchsäurebakterien-Flora. Die gute Nachricht:
Milchsäurebakterien lassen sich von außen zuführen. Tabletten
und Zäpfchen (z.B. Vagiflor, Apotheke) enthalten diese Schutzpatrone der
Vaginalflora und lassen sich bequem einführen. Sie tragen dazu bei, dass
innerhalb weniger Tage das biologische Gleichgewicht wieder hergestellt wird
- und fördern die Abwehr von Intimkeimen.
Milchsäurebakterien stärken das Immunsystem im
Intimbereich
Warum gibt es Frauen, für die Scheideninfektionen
kein Thema sind – und andere, bei denen das Problem zum Dauerbrenner wird?
Foto: djd/Asche Chiesi
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